Reisebericht Uganda – mit dem Fahrrad im Westen von Fort Portal nach Ruanda

Reisebericht  Uganda
Mit dem Fahrrad im Westen entlang der Ruwenzori-Berge von Fort Portal nach Ruanda
November 2016

Di 15.11.2016
Ankunft in Kampala

Der Flug mit SN war o.k. Beim Check-in wurde meine Fahrradbox nicht gewogen; das war gut so,
denn ich hatte noch zwei Fahrradmäntel für Tourenleiter Patrick im Karton und war sicherlich über den
23 kg.
Ankunft in Entebbe gegen 2100, Impfausweis wird kontrolliert, Visum kaufen. Vier Teilnehmer aus
Berlin und Stuttgart kommen gleichzeitig an; einer ist schon seit ein paar Tagen da. Wir Weiße
brauchen am Ausgang unser Gepäck nicht noch einmal durch den Röntgenapparat zu schicken.
Patrick warte auf uns, zusammen mit Carol, die sich als seine sister vorstellte, was sie aber nicht war.
Sie kommt aus der Gegend von Fort Portal und arbeitet hier bei einem Transportunternehmen. Zwei
Autos sind da, bringen uns und die Räder zum Hotel. Dort noch ein Bier und bald ins Bett.

Mi 16.11.
272 Stufen im Minarett der Moschee von Kampala
Wir bauen die Räder zusammen und lassen bei Uta eine defekte Sattelschaube reparieren. Das
dauert lange. Zu Fuß in die Stadt, Geld wechseln, Bargeld und Bankautomat. Während die anderen
ins Bazaar Café gehen, laufe ich zum Airtel Büro, gegenüber der KCB Bank. Für die Registrierung der
SIM Card muss ich mir um die Ecke erst mal ein Passfoto machen lassen. Das geht aber schnell und
ist günstig.
Wir laufen über den Busbahnhof zur großen Moschee, wo es eine sympathische Führung gibt. 272
Stufen laufen wir das Minarett hoch und haben von oben den besten Ausblick auf die Stadt.
Abendessen in einem Restaurant um die Ecke der Unterkunft. Auf der Karte gibt es zwar eine große
Auswahl, doch höchstens die Hälfte davon ist verfügbar. Die Portionen sind groß und die Bedienung
sehr nett – das besänftigt uns.

kampala-von-oben

Do 17.11.2016, 13 km
Empfang bei Patrick in Fort Portal

Sehr frühes Aufstehen und 0615 sind wir schon beim Frühstück damit wir früh am Busbahnhof sind.
Nachts hatte es geregnet, aber es war schon alles wieder trocken. Gepäck und Räder
zusammenstellen, demontieren und in den Bus packen – das ging alles recht geruhsam und stressfrei.
Kurz nach 1300 Uhr sind wir in Fort Portal. Mittagessen ein kurzes Stück den Berg hoch. Gut
gegessen, dann auf der Hauptstraße nach Bundibugyo nach Kichwamba. Doch nach 30 Min. fängt es
an zu regnen und wir stellen uns bei einer Hütte mit Billardtisch unter – zusammen mit rd. 15
SchülerInnen, die auf dem Nachhauseweg sind. Nach einer weiteren halben Std. geht es weiter. Sehr
schön: ein heißer Waschlappen zum Empfang.

patricks-sohn-michael

Fr 18.11.2016
Kichwamba

In der Nacht hat es heftig geregnet – die Oktoberregen kommen dieses Jahr mit reichlich Verspätung,
sagt Patrick. Auch am Morgen geht es weiter und erst um 1030 gehen wir zur Schule rüber und
schauen uns an, was Patrick hier aufgebaut hat: 3 Kindergartenklassen + 4 Primarschulklassen. Dann
noch einen kurzen Blick auf den Bicycle Workshop und den Fahrradschuppen.
Sallé, ein Bruder von Patrick der in Fort Portal Tourismus studiert, macht mit uns einen kleinen
Dorfspaziergang. Patrick finanziert die Ausbildung und Sallé wohnt auch bei ihnen. Wir laufen
matschige Wege parallel zur Asphaltstraße und kommen oberhalb des Marktes wieder raus. Weiter
geht es bis zu den beiden Viewpoints. 1330 sind wir zum Mittagessen zurück. Danach geben uns die
Schüler noch eine kleine Musik- und Tanzvorführung. Kaum ist die zu Ende kommen auch Deena und
Servet mit einem Boda-Boda aus Fort Portal an. Prima, dass sie noch Lust haben, den Berganstieg
mitzumachen. Ganz hoch schaffen wir es an diesem Nachmittag nicht mehr. Der Nebel zieht schon
hoch und als wir wieder unten waren wird es bald dunkel.

Sa 19.11.2016, 20 km, 250 hm
Amabere Caves

Heute ist der Regen schon um 1015 zu Ende und danach starten wir zu einer kleinen Radfahrt zu den
Amabere Höhlen. Als wir damit durch sind fehlt Patrick. Er lässt uns mehr als eine halbe Std. warten.
Ich fahre mit der Gruppe schon vor in Richtung Lake Saka. Patrick kommt hinterher und meint, wir
könnten den Weg nicht weiterfahren, er sei zu schlammig. Kann sein, dass es so war. Ich glaube,
dass er schnell zurück wollte, weil die Musikgruppe wartete. Wir waren erst 1500 Uhr zurück.
Entsprechend hatte ich riesigen Hunger und schlechte Laune. Nach dem großen und guten Essen
sind wir alle müde und haben keine Lust auf die Musikgruppe. Ich gehe zusammen mit Roland hin,
doch bald wieder weg – die Lautsprecher dröhnen zu laut mit unangenehmer Popmusik, Gesang mit
einer quäkenden Mickey Mouse-Stimme. Später besuche ich mit einigen Teilnehmern den Markt von
Kichwamba. Wir probieren Bananenbier, leckeres Gebäck aus Maniok und Bananen und ich lasse mir
beim Friseur die Haare schneiden.

So 20.11.2016, Fort Portal – Nkingo, 53 km
Affen im Kibale-Wald

Kein Regen. Trotzdem kommen wir erst gegen 1030 los. Kaffeepause und Besuch im Souvenirshop in
Fort Portal. Ich lasse mein Handy reparieren, da ich beim Telefonieren nicht mehr zu hören war.
Straßenbauarbeiten am Anfang des Wegs aus Fort Portal raus. Wir sind 1315 bei einer Unterkunft wo
Patrick ein Mittagessen vorbestellt hatte und das wird schnell serviert.
Dunkle Wolken ziehen auf und wir fahren zügig weiter. Doch Regen und Gewitter kommen nicht bis zu
uns. Viele Affen im Kibale-Wald. Wir beobachten wie sie ganz oben in den Wipfeln von einer
Straßenseite zur andern wechseln. Viele Möglichkeiten haben sie angesichts der Straße nicht mehr.
Vorher waren wir noch bei der Parkverwaltung und haben 4 Schimpansen Permits gebucht – das
dauerte etwas. In diesem November gibt es einen reduzierten Preis, nur 100 statt 150 $.
Bei km 53 kommen wir in Nkingo an, können die Zimmer beziehen, Duschen, in den Ort gehen, Bier
trinken und überlegen, ob wir am nächsten Tag hier Mittagessen wollen.

reisebericht-uganda-hinter-fort-portal

Mo 21.11.2016
Ausflug zu den Bigodi-Sümpfen

30 Min. zu Fuß bis zu den Bigodi Swamps. Spaziergang fast 3 Std., am Rande des Sumpfgebietes,
dann auf einem Holzsteg quer durch und auf einer kleine Straße zurück. Rotköpfige Colobus Affen
und Turaco Vögel.
Neben dem Büro gibt es Burritos für 9.000 und 10.000. Das war uns zu viel und wir gingen um die
Ecke in den Ort, holten eine Chapati für 500 und eine Hand Bananen zum gleichen Preis. Danach
noch Reis und Dodo/ Grünblattgemüse bei Helen, Chefin der Erdnussbutterverarbeitungsgruppe. Die
Produktion läuft auf niedrigem Level, da durch die Straßenarbeiten ihr Verkaufsraum abgerissen
wurde – offensichtlich mehr als nötig und ohne ausreichende Entschädigung. Sie verkauft die
Erdnussbutter auch an einige Hotels und Läden, auch in Kampala.
Ich gehe mit einem Teil der Gruppe ins Kulturmuseum. Hinterher sind wir sehr irritiert und verärgert,
dass wir 10 USD pro Person bezahlen sollen. Die Hälfte wäre o.k. Die Informationen hingegen waren
sehr umfangreich, lebendig und interessant – eigentlich sehr lohnenswert.
Auf dem Rückweg trinken einige noch ein Bier im Ort; ein netter Rasta bedient uns.

Di 22.11.2016, Nkingo – Rweteera, 20 km
Schimpansen-Tracking

Früh aufstehen, Frühstück um 0700 klappt, 0730 los zum Parkeingang. Registrierung, Briefing und Aufteilen der Gruppen für das Schimpansen-Tracking. 0830 los, 1200 zurück. Anfangs regnet es und die Chimps bleiben oben auf den Bäumen sitzen. Als der Regen aufhört kommen sie runter und wir kriegen das volle Programm geboten: ein Anführer legt sich vor uns auf den Boden und genießt es, eingekreist,
fotografiert zu werden. Ein junger Kerl fordert den Weg auf dem wir stehen für sich ein und drängelt
sich unmittelbar an uns vorbei, mehrere Gruppen tun sich zusammen und marschieren durch den
Wald.
Danach gibt’s im Restaurant nebenan ein teures Sandwich, doch wir hatten großen Hunger. Auf der
Fahrt zur Unterkunft ist es heiß und es springen auch keine Affen mehr in den Bäumen von einer Seite
zur anderen. Abends gibt es eine Feuerstelle auf der Terrasse.

schimpansen-im-kibale-wald-uganda

Mi 23.11.2016, Rweteera – Kasese, 60 km
Am Rande des Kibale Nationalparks

Noch mal früh auf und wieder Frühstück um 0700, damit wir auch dann gut durchkommen falls es
vormittags wieder regnet. Doch wir haben Glück. Wunderschöne Gegend in grüner Kraterlandschaft
mit Wald, Bananen, Kaffee, Tee, Mangobäumen, Reis. Rote Piste, grüne Landschaft, blauer Himmel.
Ich verliere eine Satteltaschenhalterung.
Nach 23 km kommen wir wieder auf die Asphaltstraße und machen in Himo eine Mittagspause – es
gibt auch frischen Passionsfruchtsaft! Nach der Brücke geht es überwiegend bergab. Kurz vor dem
Hotel fängt es stark zu regnen an; wir kommen gerade noch trocken ins Innere. Nach knapp 2 Std. ist
alles vorbei. Am Abend gibt es eine Flasche Wein; Carsten hat Geburtstag.

reisebericht-uganda-am-rande-des-kibale-nationalparks

Do 24.11.2016, Kasese- Katunguru und Queen Elizabeth Nationalpark, 42 km
Bootsfahr auf dem Kazinga-Kanal

Frühstück für 0700 bestellt, um 0830 kamen wir los. Es geht leicht abwärts und es fährt sich flott. Nach
links fällt die Landschaft ab und wird zu einer offenen Ebene – deutlich weniger Bäume als vorher.
Rechts der Straße steigt es an und im Hintergrund sind die Ruwenzori-Berge. Wieder sehen wir
Baumwollfelder und erstmals auch Sonnenblumen. Bei km 25 sind wir am Äquator und machen Fotos.
Bald kommen wir in den Ort Katunguru, kurz vor dem Kazinga-Kanal.
Wir fahren hinter dem Kanal rechts rein zur Unterkunft. Zimmer beziehen, waschen, umziehen,
Abendessen bestellen und gleich wieder los. Mit einem Kleinbus fahren wir zum Park-Büro um die
Tickets für Park-Eintritt und Bootsfahrt zu kaufen, dann kurze Mittagessen-Pause und die Straße nach
Mweya rein. Am Parkeingang gibt es Nachfragen zu unseren Tickets. Irgendwas ist da nicht ganz
verständlich. Schließlich dürfen wir doch rein, müssen uns aber beeilen, da das Boot um 1500 los
fährt und wir noch den Kaufbeleg gegen die Tickets eintauschen müssen. Es klappt. Ich fahre auf der
Bootstour nicht mit und halte mich oben im Gartenrestaurant auf.
Nach der Bootsfahrt schauen wir uns noch das edle Hotel an  und fahren gegen 1800 zurück. Etliche
Elefanten sind nun auf unserer Straße unterwegs. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Abendessen
zurück das hier sehr gut ist. Abends hört man die nahen Hippos. Carsten sah drei als er später noch
mal raus ging.

bootsfahrt auf dem kazinga-kanal

Fr 25.11.2016
Morgens steht ein Elefant im Garten

Pausentag. Morgens steht ein Elefant im Garten und knabbert an den Bäumen. Wir wollen noch einen
kleinen Spaziergang machen. Die Unterkunft bietet an, uns ohne Extrakosten eine Begleitung zu
geben. Wir sagen zu. Dann heißt es „nur 5$ pro Person“ – wir sind verärgert. Einige gehen dann doch
mit. Ich gehe mit den anderen zum Kanal runter, wo wir die Hippos im Wasser beobachten. Auch
Warzenschweine und viele Vögel sind zu sehen.
Mittagessen im Ort, auch Mango, Kaffee, Mandasi (Teigbällchen).
Nachmittags im Garten der Unterkunft. Es fehlt eine ruhige Ecke um sich hinzusetzen.
Heute Abend läuft eine Hippo-Familie neben dem Restaurant auf der Straße entlang.

Sa 26.11.2016
Katunguru – Rubirizi, 25 km

Wir brauchen fast 4 Std. denn es galt auch Elefanten zu beobachten (Verkehrsschild), 400 m Anstieg
zu bewältigen, oben Honig kaufen und Pause machen, den Ausblick zu genießen, Obst einkaufen und
zur Bank zu gehen. Obst gäbe es auch im Ort genug
Zur Unterkunft geht es links abwärts auf eine Marktstraße/ Piste. Super location, beste Unterkunft und
bestes Bad bisher – aber auch recht teuer. Kurz nach der Ankunft fängt es an zu regnen.
Wir bestellen ein Mittagessen und essen kurz vor 1500.
Es wird uns ein Nature Walk angeboten. Leonhard möchte uns führen und will 10.000 Shilling pro
Person – die Gruppe geht alleine bzw. mit Patrick und ich fahre die Strecke mit Leonhard mit dem Rad
ab. Schöner Rundweg, sehr grün, überall Hügel, Wald, Kraterseen.
Gutes Abendessen und später an der Feuerstelle, doch dann wird es kühl.

kratersee-bei-rubirizi

So 27.11.2016, 42 km, 7 Std.  
Teeplantagen

Es hat wieder geregnet. Rechtzeitig um 0845 hört es auf und wir fahren los. Doch die 1 ½ km bis zur
Straße sind eine einzige Matschpiste. Bald können wir nicht mehr fahren -alles ist blockiert. Unten im
Ort öffnet ein Hotel die Tore zum Innenhof und 3 Jungs helfen uns, die Räder vom Schlamm zu
befreien. Erst 1130 kommen wir los.
Bald geht es bergauf und zieht sich lange hin; 340 hm auf einen Berg mit Nadelwald. Danach runter in
eine grüne Gartenlandschaft. Wie ein Teppich legen sich Teeplantagen über die Hügel. Immer wieder
geht es rauf und runter. Kurze Mittagspause und kurz danach sind wir bei der Teefabrik, die 6.000
Bauern gehört und qualitativ guten Tee verarbeitet. Heute wird jedoch nicht produziert, da wegen des
Regens nicht so viel angeliefert wurde. Erst in zwei Tagen soll es weitergehen. Wir trinken im Shop
einen Tee und jemand erzählt uns das Verarbeitungsverfahren.
Um 1515 fahren wir weiter und kommen bei km 42 um 1615 bei der Unterkunft an. Es reicht uns auch
für heute.

Mo 28.11.2016, Ishaka – Rukungiri, 73 km 7 ½ Std.
„die Schweiz Afrikas“

Nach 0830 los, aus Ishaka raus nach Süden bergauf. Jetzt kommt der Ausdruck „die Schweiz Afrikas“
voll zum Tragen. Grüne Wiesen, s/w Kühe, kleine Bäche, Nadelbäume, Laubbäume, grüne und
bewirtschaftete Hügel und Berghänge. Aber auch Bilder, die nicht zur Schweiz passen: Kaffee,
Bananen, Eukalyptus und in der Ebene Sümpfe mit 3m hohen Papyruspflanzen. Ein beständiges Auf
und Ab mit mehr als 1.000 hm. Kurz vor Rukungiri stellen wir uns 15 Min. wegen eines
Regenschauers unter und erreichen das Hotel nach 73 km um 1615. Abendessen in einem
Restaurant in der Stadt.

reisebericht-uganda-von-ishaka-nach-rukungiri

Di 29.11.2016, Rukungiri – Kisiizi 40 km, Piste, ca. 700 hm, mehr als 6 Std.
zum Krankenhaus von Kisiizi

Weiter im Reisebericht: wir fahren hoch zur Hauptstraße und gleich links runter auf die Piste. Die Nacht hat es heftig geregnet
und auch am Morgen fängt es noch mal an, so dass wir nicht gleich nach dem Frühstück sondern erst
gegen 0900 los fahren. Auch heute wieder eine große Herausforderung. Erst bergab und immer
geradeaus. Trotz des Regens in der Nacht war die steinige Piste völlig unproblematisch zu fahren.
Viel Wald und Wasser, der Bach ist bis zur Oberkante gefüllt. Lange bergabfahrt bis runter zu einem
größeren Fluss. Kurz hinter der Brücke sind heiße Quellen im Gelände. Das Wasser schmeckt wie
Miso-Suppe. Nun wieder ordentlich bergauf. Bei km 25 kommt ein Ort wo wir Bananen, Brot und
Ananas kaufen und eine kleine Pause machen. Ankunft in Kisiizi nach 1500.
2 twin in einer Rundhütte mit Küche im Vorraum und ein Bad für alle. Der Blick nach draußen geht in
den Wald und auf den Wasserfall. Kronenkraniche auf der Wiese. Abendessen im Gästehaus auf der
anderen Straßenseite. 3 britisch/ irische Krankenschwestern sind auch da.

Mi 30.11.2016 Pausentag

Spätes, selbstorganisiertes Frühstück. Ich fahre um 1000 los zu einer bergigen 30 km -Runde, die
anderen besuchen das Krankenhaus und das Wasserkraftwerk. Spätes Mittagessen – ein großer
Salat. Nachmittags wieder heftiger Regen. Besprechung der Optionen für den Tourverlauf nach
Kabale/ Lake Bunyoni.

bei-kisiizi

Do 01.12.2016, 45 km, 6 Std.
Genusstour talabwärts

Eine absolute Genusstour für die ersten 20 km. Langsam abwärts führend geht die Pistenstraße durch
das immer breiter werdende Tal. Erst noch Waldwirtschaft, dann kommen Tabak, Maisfelder und Tee
dazu. Im Tal zeigen sich Papyrus-Sümpfe. In einem größeren Ort bei km 25 machen wir
Essenspause. Bald geht es  einen sehr anstrengenden Pass berghoch. Gefühlte 600 Hm auf 4 km
Strecke. Wir kurbeln uns alle langsam mit etwa 4 km/h nach oben. Alles was wir heute Morgen nach
unten fuhren sind wir jetzt wieder hoch, vielleicht auch noch mehr. Wir sind auf über 2.100 m Höhe.
Danach geht es auf der Piste wieder nach unten. Bei km 44 kommen wir auf die Asphaltstraße und
sind gleich danach in der Stadt. Um 1400 sitzen wir im Hotel auf dem Laubengang und bestellen das
Mittagessen.
Wir stellen alle Sachen in ein Zimmer, packen nur den Rucksack für einen Tag und fahren mit einem
Boda-Boda zum Camp am Lake Bunyoni. Schöne Gartenanlage direkt am Wasser. Das Abendessen
kommt recht spät und das Bier ist etwas teuer.

Fr 02.12.2016
Am Lake Bunyoni

Ein early morning tea mit Seeblick vor der Hütte – sehr schön. Es ist doch gut, Tauchsieder und
Thermokanne auf die Reise mitzunehmen. Frühstück um 0830, dann Bootsfahrt 2 ½ Std. mit Besuch
der Insel wo 1932-1969 Leprakranke isoliert wurden.
Per Boda-Boda zurück nach Kabale. Gutes Abendessen im Ort und zum Abschied eine Flasche Wein.

Sa 03.12.2016
Abschied von der Gruppe

Kabale, größere Stadt im Südwesten von Uganda. Es ist nebelig wie ein Novembertag in Deutschland.
Heute ist so was wie der letzte Tag unserer Gruppenreise in Uganda. Carsten und ich verabschieden
uns von den anderen Teilnehmern, die in Richtung Entebbe  zurück radeln, während wir weiter nach
Ruanda wollen.
Die ersten 20 km gehen leicht auf und ab, sind jedoch angenehm fahrbar. Nach dem Abzweig „hot
springs“ geht es auf guter Straße ordentlich bergauf; oben geht es ab nach Bwindi zu den Stationen
wo die Gorilla-Tracking Touren beginnen. Zwei Mädels fragen, ob sie mit uns kommen können.
Schöne Abfahrt; eine Landschaft wie „Schweiz im Frühling“: grüne Wiesen, bewaldete Hänge,
Wasserläufe und Vogelgezwitscher. Leichtes Auf und Ab.
Bei Mako kommen wir wieder an den Lake Bunyoni und machen eine Mittagspause am Markt. Es wird
kühler und dunkle Wolken ziehen den Berg hoch. Abwarten der fahren? Wir fahren, stellen uns aber
zwei Mal kurz unter – es regnete dann aber doch nicht. Es folgt ein zweiter langanhaltender Anstieg,
länger als der erste heute Vormittag. Vielleicht 600 m hoch? Immer wieder ein schöner Blick auf den
See. Bald ist rechts der Regenwald mit dichtem mächtigem Baumbestand zu sehen – Lebensraum der
Gorillas. Wir fahren in die Wolken und blicken auf die Kette der mehr als 4.000m hohen Vulkane.
Dann folgt wieder eine rauschende Abfahrt. Paviane sitzen am Straßenrand auf den Straßenpfosten
und schauen uns gelangweilt an während wir mit 50 – 60 km/h an ihnen vorbeizischen. Kurz vor Kisoro
kommt noch mal eine kleine Anhöhe, also der dritte Anstieg heute. In den Ort fahren wir nicht die
ausgeschilderte Straße, sondern auf die Schranke zu und quer über den Flughafen. Nach gut 80 km
kommen wir an. Wir nehmen die zweite Unterkunft, die wir uns anschauen. Es gibt Einzelzimmer,
Strom und heißes Wasser.  Maureen, die nette Managerin, ließ es sich nicht nehmen, uns zum
Abendessen persönlich zum Coffe-Pot Restaurant zu begleiten, denn ihr eigener Koch war gerade
nicht da und sie traute sich das Kochen nicht zu.
vulkanberge im grenzgebiet von uganda zu ruanda

Fortsetzung vom Reisebericht bei der Radtour in  Ruanda
Fotos 1,2,3,4, und 7 von Roland; die anderen von Michael