Unterstützung von Selbsthilfeprojekten

ASW

Afrika-erleben unterstützt Selbsthilfe Projekte der ASW. Die ASW / Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. ist eine der ältesten unabhängigen entwicklungspolitischen Spendenorganisationen in Deutschland. ASW fördert Menschen mit Ideen. Initiativen, die sich querstellen und Gruppen, die sich nicht mit der Verschlechterung der Lebensbedingungen abfinden. Dabei geht es nicht um den großen Entwurf für die globale Zukunft. ASW orientiert sich an den Konzepten lokaler Gruppen, vom Gemüsegarten ohne Pestizideinsatz bis zur Stärkung der Selbstorganisation von Hausangestellten.

In den Ländern des Sahel sind die sandigen Böden stark geschädigt. Erosion durch Wind, Sonne und Regen vermindern die Bodenfruchtbarkeit beständig. Mit der traditionellen Landwirtschaft alleine kann sich kaum noch eine Familie durchschlagen. In der kurzen Regenzeit von Juni bis September müssen die Felder vorbereitet werden, die Saat aufgehen und Hirse oder Erdnuß heranreifen. Mit dem Wasser das nach Ende der Regenzeit in den Brunnen ist, kann man eine Zeit lang noch einen kleinen Gemüsegarten bewässern. Doch der Rest des Jahres ist Trockenzeit. Die Chancen, als „Gastarbeiter“ in Europa Geld zu verdienen sind seit langem vorbei. Und einen Gelegenheitsjob oder eine Stelle als Dienstmädchen in der Stadt finden auch nur wenige. Das Überleben im Sahel wird immer schwieriger.

In Senegal (und in Burkina Faso) unterstützen wir Gruppen, die

– Programme zum Ressourcenschutz, Erosionsschutz oder zur Förderung einer ökologisch angepaßten Landwirtschaft durchführen
– Initiativen von Frauen fördern
– Selbsthilfeprozesse durch Ausbildung, Beratung und Erfahrungsaustausch untereinander fördern
– sich ideenreich und beharrlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Landbevölkerung einsetzen.

Projektpartner der ASW sind gemeinnützige Gruppen im Land, welche die Verhältnisse vor Ort gut kennen. Meist sind es kleine Organisationen oder auch ein Kreis engagierter Personen, die (noch) nicht über ein großes Büro mit Personal, Fax und Fahrzeug verfügen.

Nachfolgend einige Kurzdarstellungen von Projekten, mit denen wir auch auf unserer Fahrradtour in Kontakt kommen (können)

AGRINAT

Die agro-ökologische Modellfarm fördert in der Region von M’Bour Austausch und Ausbildung zwischen den Bauerngruppen zu Fragen der Aufforstung und Agrarökologie.
Die Möglichkeiten für den Gartenbau auf der Modellfarm selbst waren in der Saison 1997 und 1998 schwierig. Es hatte so wenig geregnet, daß die Brunnen nicht genug Wasser hatten. Konsequenz war, stärker mit den Bauern der Orte zusammenzuarbeiten die nicht diese extremen Wasserprobleme hatten und sich gemeinsam um die Vermarktung von Gemüse und den Aufbau von Verkaufsstellen zu kümmern. In sieben Orten gibt es Bauern und Bäuerinnen, die biologisch bewirtschaftete Gemüsegärten unterhalten. Inzwischen wird genug produziert um auch den Markt in der nächsten Stadt zu beliefern.
1999 wurde mit der Bevölkerung aus den Orten, die besonders von Wasserknappheit und Erosionsschäden betroffen sind ein neues Programm ausgearbeitet, das auf Aufforstungsmaßnahmen, Förderung der natürlichen Regeneration, Bau von Steindämmen und anderen Erosionsschutzmaßnahmen in vorerst drei Orten abzielt.
weitere Informationen: Projektinfo 140, 147 und 159 (bei ASW erhältlich)

ENDA-PRONAT

unterstützt Bauerngruppen um Alternativen zum pestizidintensiven Baumwollanbau zu finden. Kulturen wie Hibiskus oder Sesam werden integriert um den bei Baumwollanbau in Monokultur auftretenden Schädlingsbefall zu reduzieren und die Produktion biologisch angebauter Baumwolle zu ermöglichen. PRONAT hat das Ökosystem als Ganzes und den rationelleren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen insgesamt im Blick. Ebenso wie agro-ökologische Techniken und Fragen spielen Besuche und Erfahrungsaustausch mit anderen Bauerngruppen eine große Rolle.

Die Gruppe ASAFODEB

führt Alphabetisierungskurse in lokalen Sprachen durch, bildet Alphabetisateure aus und produziert kleine Publikationen, die auch auf den Märkten verkauft werden. Um das Lesen weiter zu fördern, werden nach und nach kleine Dorfbibliotheken aufgebaut.
weitere Informationen: Projektinfo 158 und 170

Centre Polyvalent de Thiaroye

In Thiaroye, einem der zahlreichen „Vororte“ der Hauptstadt Dakar leben sozial benachteiligte Familien. Eine Gruppe von Müttern hat sich organisiert um für ihre Kinder Betreuung, Schulausbildung und ein berufliches Ausbildungsprogramm zu beginnen.
weitere Informationen: Projektinfo 153

ORGENS

analysiert mit engagierten Lehrer(inne)n und Vertretern der staatlichen Schulbehörden die senegalesischen Schulbücher. Es wird untersucht, in welchen Rollen Männer und Frauen dargestellt werden und es werden konkrete Vorschläge zur Vermeidung von Stereotypen erarbeitet. Weiterhin führt die Gruppe Ausbildungskurse für Lehrer/innen zum Thema Gender durch und erarbeitet neue Broschüren für den Unterricht.

Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW)

Potsdamer Str. 89, 10785 Berlin, Tel.: 030 – 2594 0805
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