Reisebericht Sudan 2016

… es war wohl die schönste Reise die ich jemals unternommen habe. … hatten wir Zeit ein wenig „normales“ Touriprogramm in Ägypten zu machen. Es war schon äußerst interessant das Tal der Könige und Luxor zu besichtigen. Das hat mein Interesse geweckt um mich weiter mit den alten Ägyptern zu beschäftigen.

Dann ging es mit der staatlichen ägyptischen Eisenbahn nach Assuan. Auch ein besonderes Erlebnis! Wie heruntergekommen und billig man mit der Eisenbahn fahren kann. Und dann mit dem Schiff von Assuan nach Wadi Halfa auf dem Nasser Stausee. Dort hatte ich die für mich eindrücklichste menschliche Begegnung: Ein sudanesischer islamistischer Prediger wurde von den ägyptischen Behörden in den Sudan abgeschoben. Wir hatten lange Zeit auf dem Schiff um über seinen Glauben und seine Vorstellungen vom Islam zu reden. Ein persönlich sehr netter Mensch, der aber extreme Ansichten von einer zu errichtenden Theokratie vertrat.

Im Sudan versuchten wir ein wenig verlorene Zeit wieder einzuholen indem wir die Strecke die sonst in fünf Tagen zurückgelegt wird in drei Tagen machten. Einmal übernachteten wir in einer Wellblechbaracke am Straßenrand mit Sudanesen zusammen und einmal auf Jens altem Zeltplatz in der Wüste. Diese Wüstentour ab und zu in Sichtweite des Nil und das Übernachten unter einfachsten Bedingungen war schon einmalig.

In Dongola besuchten wir noch eine riesige Kamelverladestelle um dann nach Kartoum zu fahren. Dort hatten wir noch zwei interessante Tage.

Die Ägypter, aber auch besonders die Sudanesen waren besonders nett zu uns. Auch gerade in Khartum wurden wir immer wieder herzlich willkommen geheißen und im Straßenverkehr ging man sehr rücksichtsvoll mit uns um. In den Sudan zu reisen kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Es war ein großes Vorrecht für mich diese Reise mit Jens zusammen machen zu dürfen. Durch seine große Erfahrung bewahrte er in allen Situationen den Überblick und wusste immer wo es weitergeht. Mit viel Geduld hat er mich in die Anfänge der Aquarellmalerei eingewiesen, was schon erstaunlich war, da ich vorher zuletzt in der Schule einen Pinsel in der Hand hatte. Aber die zuletzt gemalten Postkarten haben in der Heimat große Freude ausgelöst. Herzlichen Dank für die schöne Reise.

Gruß von Dietrich