Benin – Die Wiege des Voudoun

Von Abomey -Hauptstadt des alten Königreiches, auf der Sklavenroute zur Küste

Das Besondere Leistungen Reiseverlauf

Termin

noch offen. Zwischen Dezember und April ist diese Reise möglich.
Preis (ohne Flug) bisher: 1.380,- € für die 3-Wochen Tour und 1.280,- für die 2-Wochen Tour

Radfahren in Benin

Nach der Ankunft in Cotonou haben wir einen Tag Zeit zum Ankommen, bevor es mit dem Minibus nach Norden geht. Wir besuchen Ganvié, die fast vollständig auf Stelzen ins Wasser gebaute Stadt. Besonders interessant ist der schwimmende Markt, auf dem die Frauen alle Waren auf ihren Booten feilbieten.
Unsere Fahrt nach Norden führt direkt an den Rand der Atakora Berge und des Pendjari Nationalparks, einer der am besten geschützten Naturräume Westafrikas, mit Leopard, Löwe, Büffel und Elefant, Flusspferd, Antilopen, Affen und Vögeln. Wir übernachten in der einzigen Unterkunft mitten im Park. In Tanongou können wir bei den Wasserfällen baden, uns durch das Dorf führen lassen und wohnen bei Familien im Ort. Hier startet unsere Fahrradtour nach Tanguiéta durch leicht hügelige Landschaft am Rand der Atakora Berge um dann ins Land der ‚Tata Somba‘ zu führen. Attraktion sind die auf Verteidigung ausgerichteten burgenähnlichen Lehmbauten der Betammaribé.
In Koussoukoingou können wir eine bewohnte Tata von innen ansehen und an verschiedenen geführten Spaziergängen teilnehmen. Mehr über das ursprüngliche Leben der Betammaribé und ihrer Architektur erfahren wir im Regionalmuseum in Natitingou.
Nach den Radfahrten auf den Pisten der Sahelregion bringt uns ein Bus ein gutes Stück nach Süden in das tropisch grüne Benin mit Palmen, Mango- und Cashewbäumen. Wir besuchen eine Umweltbildungsstätte und klettern in die Granitfelsen, die der Region ‚collines‘ ihren Namen gab.
Die Radfahrten von Dassa Zoumé nach Covè sowie von dort nach Abomey sind zwei lange, aber außergewöhnlich schöne Strecken. Zum Schluss verladen wir die Räder auf ein Boot und gleiten durch Kanäle, die der Fluss Hlan im dichten, tropischen Wald von Lokoli bildet. Gleich danach werden wir von einem eindrucksvollen Vodoun Tempel begrüßt.
In Abomey, Hauptstadt des alten Königreiches von Danxomè besuchen wir das historische Museum, auf der sich die Paläste der Könige Glèlè und Guezo befinden, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Anschließend beginnt ein neuer Abschnitt: Radfahrt auf roter Piste durch Busch, Wald und grüne Dörfer auf der authentischen Sklavenroute von Abomey nach Ouidah. Sie erfahren hautnah, wie der Sklavenhandel vor Ort organisiert war. Wir radeln durch die durch afro-brasilianische Architektur geprägte Stadt Ouidah und folgen dem 4 km langen Abschnitt der Sklavenroute zwischen der Stadt und der Küste. Diese Passage ist mit auffälligen Skulpturen eines Beniner Künstlers gesäumt und führt direkt zum Denkmal am Strand. Die „porte du non retour“ stellt den eindrucksvollen Abschluss der route des esclaves dar, der wir tagelang gefolgt sind.
In Ouidah besuchen wir das historische Museum und den Voudun-Tempel mit seinen heiligen Python Schlangen. Auf den letzten Kilometern nach Cotonou folgen wir der „Route des Pêches“, einer Piste am Strand und beobachten, wie die Dorfbewohner Fischernetze einziehen. In der Hauptstadt haben wir noch einmal Gelegenheit für ein Stadtprogramm bevor es nach Europa zurückgeht.
Eine spannende Fahrradtour, die einen tiefen Einblick in die westafrikanische Geschichte und Kultur ermöglicht. Wir fahren fast ausschließlich auf nichtasphaltierten Nebenstraßen. Steigungen spielen kaum eine Rolle. Anstrengend wird es eher an heißen Tagen; dann ist frühes Aufstehen und zügiges Loskommen angesagt.

Das Besondere

– Der Pendjari-Nationalpark mit seinem außergewöhnlichen Tierbestand
– Die Gebirgskette des Atakora
– Baden am Wasserfall
– Die Fulbe und Betammaribé Bevölkerung
– Die burgenartigen Gehöfte der Tata Somba
– Fahrradfahren fast ausschließlich auf kleinen Nebenstrecken
– Die historische Stadt Abomey
– Radfahrt auf der authentischen Sklavenroute von Abomey nach Ouidah
– Ouidah – das Zentrum des Voodoo und die alte Hauptstadt des Sklavenhandels
– Die palmengesäumten Strände am Golf von Benin
– Besuch von Ganvié, der auf Stelzen ins Wasser gebauten Stadt

Leistungen

– Transfer vom/ zum Flughafen
– Die angegebenen Busfahrten nach Tanguiéta und von Natitingou nach Süden
– Eintritte, Automiete, Fahrer und Führer in den Pendjari Nationalpark
– alle Übernachtungen [meist Doppelzimmer]; EZ nur möglich soweit wie vor Ort verfügbar
– Reiseleitung und Dolmetschen
– Link zum Afrika-erleben Informationspaket zu Land und Strecke

Im Reisepreis nicht enthalten

– Flug + Anreise zum Flughafen; besonderes Essen während des Fluges
– Fahrradmitnahme; hier verlangt die Fluggesellschaft evtl. eine zusätzliche Zahlung, die direkt beim Check-in zu bezahlen ist. So klein wie möglich packen und Gewicht unter 23 kg halten!
– Visagebühren
– Eintrittsgebühren für zusätzliche, nicht aufgeführte Programmpunkte
– zusätzliche Fahrten oder Transporte mit Buschtaxi oder Piroge
– zusätzliche Transporte, die z.B. aufgrund von Pannen oder Krankheit für einzelne Personen notwendig sein könnten
– Verpflegung [meist auch das Frühstück in den Unterkünften]

Für nicht in Anspruch genommene Leistungen (Übernachtung, Transporte, Eintritte …) besteht kein Anspruch auf Erstattung oder Verrechnung.

Reiseverlauf

der 3-Wochen Tour. Bei der 2-wöchigen Tour fahren sie am 3. Tag nach Dassa Zoume und dann geht es weiter wie hier ab Tag 11 beschrieben

1. Tag
Flug über Brüssel; gegen 21:30 Uhr in Cotonou.
Ü: Cotonou, westlich vom Flughafen, nahe vom Strand

2. Tag
Dantokpa Markt, village artisanal (Kunsthandwerksdorf) und Pfahlbaudorf Ganvié.
Auf Pirogen durch den Ort und zurück nach Cotonou.
Ganvié ist fast vollständig in das Wasser gebaut, ursprünglich, um den Sklavenjägern des Reiches Danxomè zu entkommen. Interessant ist der schwimmende Markt, auf dem die Frauen alle Waren auf ihren Booten feilbieten.

3. Tag
Mit einem Minibus fahren wir weit nach Norden -bis Tanguiéta, am Rande der Atakora Berge und des Pendjari Nationalparks
Ü: Tanguiéta

4. Tag
Der Pendjari Nationalpark ist einer der am besten geschützten Naturräume Westafrikas, mit Leopard, Löwe, Büffel und Elefant, Flusspferd, Antilopen, Affen und Vögeln. Wir fahren mit einem angemieteten Autos tief in den Nationalpark bis zum Grenzfluss zu Burkina Faso.
Ü: im Pendjari Hotel; die einzige Unterkunft mitten im Park

5. Tag
Ein 2. Tag zur Tierbeobachtung im Nationalpark. Wir verlassen den Park bei Batia, fahren nach Tanongou, baden an den Wasserfällen, lassen uns ggf. durch das Dorf führen und übernachten in eigenen Rundhütten bei Familien im Dorf.
Ü: Tanongou

6. Tag
Start der Fahrradfahrt. Von Tanongou nach Tanguiéta durch leicht hügelige Landschaft am Rand der Atakora Berge. Nachmittags Bummel durch den Ort.
35 km; Ü Tanguiéta

7. Tag
Über Manta nach Boukoumbé ins Land der ‚Tata Somba‘. Die große Attraktion der Region sind die auf Verteidigung ausgerichteten burgenähnlichen Häuser der Betammaribé. Bei einer Pause in Manta sehen wie eine christliche Kirche mit Stilelementen einer Tata Somba und besuchen evtl. noch ein Frauenzentrum.
60 km; Ü Boukoumbé

8. Tag
16 km nach Koussoukoingou, aber die haben es in sich. Ein erster kurzer, heftiger Aufstieg, dann geht es wieder längere Zeit bergab. Und dann die letzten 4 km nur noch hoch, vielleicht 300-400 Höhenmeter. Möglichkeit, an 3 verschiedenen geführten Spaziergängen teilzunehmen und auch eine bewohnte Tata von innen zu besichtigen.
16 km; Ü Koussoukoingou

9. Tag
Radfahrt nach Natitingou, Heimat des mehrmaligen Präsidenten Kérékou. Am Nachmittag besuchen wir den großen Markt und das Regionalmuseum, wo wir anhand von Fotos und Modellen mehr über das ursprüngliche Leben der Betammaribé und deren berühmten, burgenähnlichen Architektur erfahren.
35 km; Ü: Natitingou

10. Tag
Ein Bus bringt uns 340 km weiter nach Süden bis kurz vor Dassa Zoume, die Stadt voller Granitfelsen. Wir verlassen den Sahel mit den vorherrschenden Akazien und Baobab Bäumen und erreichen das tropisch grüne Benin mit Palmen, Mango- und Cashewbäumen. Durch Wald und über die Dörfer kommen wir zur Unterkunft in Camaté Shakaloke bei einer Nichtregierungsorganisation.
20 km; Ü: Camaté Shakaloke

11. Tag
Ruhetag; Ausflug zu Fuß auf einen der nahe gelegenen Granithügel. Nachmittags ggf. noch eine Fahrt ins 10 km entfernte Dassa Zoumé, wo man den Felsen „le lion couché“ (der liegende Löwe) in zu Fuß erklimmen kann oder weitere optionale Ausflüge die von CPN angeboten werden (Fâ Orakel; Besuch des Dorfes)

12. Tag
Radfahrt nach Dassa Zoumé und Covè. Müsliriegel bereithalten, denn es steht eine große Tour an. In Baname besuchen wir evtl. Holzbildhauer, die unter anderem die berühmten und als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO anerkannten Gèlèdè Masken herstellen.
80 km; Ü: Covè

13. Tag
Radfahrt von Covè nach Abomey; eine der schönsten Strecken. Nach einer Mittagspause verladen wir die Räder auf ein Boot und gleiten durch Kanäle, die der Fluss Hlan im dichten, tropischen Wald von Lokoli bildet. In Dèmè bekommen wir wieder festen Boden unter den Reifen und werden gleich von einem eindrucksvollen Vodoun Tempel begrüßt.
80 km; Ü Abomey

14. Tag
Ausflugstag in Abomey, Hauptstadt des alten Königreiches von Danxomè. Das historische Museum erstreckt sich auf einer Fläche von 47 ha, auf der sich die Paläste der Könige Glèlè und Guezo befinden, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Ebenso gilt es, die Geschichte der als „Amazonen“ bekannten weiblichen Kriegerinnen zu entdecken. Nachmittag zur freien Verfügung mit der Möglichkeit, eine Vielzahl individueller Stadtführungen zu buchen.

15. Tag
Radfahrt auf der authentischen Sklavenroute von Abomey nach Ouidah. Die erste Etappe führt uns nach Toffo, wo wir in einer einfachen Auberge übernachten. Sie erfahren „hautnah“, wie der Sklavenhandel vor Ort organisiert war.
55 km; Ü: Toffo

16. Tag
Auf roter Piste durch Busch, Wald und grüne Dörfer weiter auf der Sklavenroute nach Allada. Mit etwas Glück wird uns in Hinvi der Dorfchef empfangen, der selbst sehr an der Geschichte der Sklavenroute interessiert ist.
36 km; Ü: Allada

17. Tag
Von Allada folgen wir der direkten, breiten Piste nach Ouidah. Ein wichtiger Stopp war Savi, wo einige Sklaven bis kurz vor ihrer Verschiffung blieben. Wir radeln durch die durch afro-brasilianische Architektur geprägte Stadt Ouidah und folgen dem 4 km langen Abschnitt der Sklavenroute zwischen Ouidah-Stadt und dem Strand. Lebendig wird die Geschichte an einigen markanten Punkten der von Skulpturen gesäumten Strasse.
45 km; Ü: Ouidah, nahe am Strand

18. Tag
Ausflugstag in Ouidah. Morgens Lagune, wo Frauen aus dem Sand Salz extrahieren. Besuch des historischen Museums im portugiesischen Fort und des Vodun-Tempels mit seinen heiligen Python Schlangen. Durch den Einfluss der aus Südamerika zurückgekehrten Sklaven erlebt man in Ouidah eine ganz andere Atmosphäre als im Landesinneren und sieht einige schöne Beispiele der Kolonialarchitektur.

19. Tag
Wir folgen der „Route des Pêches“, einer Piste am Strand und beobachten, wie die Dorfbewohner Fischernetze einziehen und den Fang direkt am Strand an die Frauen verkaufen, die für den Handel verantwortlich sind. Nachmittags Räder Verpacken und zum Flughafen. Abflug nach Mitternacht.
32 km

20. Tag
Am Morgen Ankunft in Europa

Der detaillierte Reiseverlauf als pdf zum Download
Landeskunde Benin – Quellen und Links im Internet

Stand:  26.01.2017