Wie bringe ich mein Fahrrad zum Flughafen?
1. Unverpacktes Rad mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bahn (inkl. IC aber nicht ICE) zum Flughafen bringen und erst dort verpacken
2. Verpacktes Rad per Bahn (inkl. ICE)
3. Verpacktes Rad vom DB Kurierdienst abholen lassen und bei der Gepäckaufbewahrung am Flughafen abholen.
Generell gilt:
Im Prinzip nimmt jede Fluggesellschaft auch ein Fahrrad mit. Die Bedingungen sind jedoch unterschiedlich und ändern sich häufig. Das Fahrrad sollte gleich bei der Flugbuchung angemeldet werden. Manche Fluggesellschaften wollen Maße und Gewicht wissen, z.B. "16KG 175x95x22cm"
Wird auf einer bestimmten Strecke nur ein sehr kleines Flugzeug eingesetzt, dann kann es sein, dass hier keine Räder (oder nur wenige) mitgenommen werden können. Das betrifft vor allem kleine Flughäfen, z.B. Bremen oder Nürnberg.
Bei Zubringerflügen, die von einer anderen Fluggesellschaft durchgeführt werden gelten üblicherweise die Regeln der Fluggesellschaft mit der die Reise beginnt.
Die meisten Airlines verlangen, dass ein Fahrrad verpackt ist, machen aber keine weitergehenden Vorschriften, wie das aussehen soll. Grundsätzlich gilt: der Lenker muss parallel zum Rahmen ausgerichtet werden, die Pedalen und herausragenden Teile sind zu entfernen.
Die Konditionen, ob für eine Fahrradmitnahme zusätzlich gezahlt werden muss oder ob es innerhalb des Freigepäcks kostenfrei mitgenommen wird, sind höchst unterschiedlich. Manche Fluggesellschaften haben je nach Flugziel unterschiedliche Regelungen (Gewichtssystem, d.h. max. xy kg Gepäck sind frei) oder Stücksystem (Piece Concept; max. 2 Gepäckstücke und jedes nicht mehr als xy kg) oder machen es vom Gewicht und/ oder des Umfangs des Verpackungskartons abhängig.
Und manchmal kommt es vor, dass die Leute am Check in keine Ahnung von den Regeln haben und einen entweder ausgesprochen freundlich und kulant oder arrogant und abweisend behandeln. Tipp: frühzeitig einchecken, dann ist alles noch relativ entspannt.
Mögliche Verpackung:
- geschlossener Karton (ein großer wo das Rad vollständig rein geht oder ein etwas kürzerer wenn das Vorderrad rausgenommen ist; das ist viel leichter zu transportieren; in diesem Fall das Vorderrad fest mit dem Rahmen verbinden)
- Karton oben und unten offen
- Verpackung mit Abdeckfolie, Abdeckplane, Luftpolsterfolie etc.
Auch wenn ein Rad unverpackt zum Check-in Schalter gebracht wird, gibt es nach bisheriger Erfahrung meist keine Probleme.
Die meisten Fluggesellschaften (bzw. das Personal am Check in Schalter) sehen es am liebsten, wenn das Rad in einem geschlossenen Fahrradkarton verpackt ist. Einen solchen Karton bekommt man bei fast jedem Fahrradhändler; der freut sich, wenn er die los wird. Man sollte jedoch rechtzeitig beim Fahrradhändler anfragen, da nicht immer passende Kartons vorrätig sind.
Bei allen Afrika-erleben Radtouren kann der Karton bzw. sonstiges Verpackungsmaterial und eventuelle Winterbekleidung am Zielort deponiert werden.
Je kleiner der Karton ist, desto einfacher ist der Transport. Daher sollte man seinen Sattel so niedrig wie möglich einstellen und das Vorderrad heraus nehmen. Das Vorderrad sollte dann fest mit dem Fahrradrahmen verbunden werden, z.B. mit Schnur oder Kabelbinder. Wer es sich zutraut, kann auch den Lenker herausnehmen und am Rahmen festbinden. Bewegliche Teile (Tacho, Luftpumpe...) am Rad gut festkleben oder gleich mit ins aufzugebende Gepäck. Name, Anschrift und Flugdaten auch am Rad selbst anbringen.
Die Pedalen am besten in das aufzugebende Gepäckstück geben. Auf keinen Fall lose in den Fahrradkarton werfen oder ins Handgepäck nehmen. Die Pedalen werden mit einem 15er Maulschlüssel geöffnet, immer in Richtung Hinterrad. D.h. das linke Pedal wird nach rechts gedreht und das rechte nach links. Ein Fahrradhändler hilft ihnen gerne; der hat meist besseres Werkzeug und mehr Erfahrung. Sie sollten das Verpacken unbedingt eine Woche vorher schon mal üben, eingerostete Schrauben lockern und am Flughafen das passende Werkzeug griffbereit halten.
Die Sicherheitskontrollen sind an den verschiedenen Flughäfen unterschiedlich. Während man in Frankfurt/Main den verschlossenen Karton abgeben kann, muss man in Berlin Schönefeld den offenen Karton vorzeigen. Dann geht jemand mit einem Lappen rein, der wird auf Sprengstoffspuren hin untersucht und erst nach dem o.k. darf man den Karton endgültig verpacken. Also besser bis zuletzt auch eine Rolle gut klebendes Paketklebeband dabei haben.
Und jetzt zu den obigen Punkten 1 bis 3:
1. Unverpacktes Rad zum Flughafen bringen und erst dort verpacken
Bei weiterer Anreise zum Flughafen kann der Transport eines Fahrradkartons recht umständlich werden. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit, den Karton platt zu drücken, zu rollen oder zu falten und das Rad erst am Flughafen endgültig zu verpacken. Zum Verschließen neben Paketklebeband auch zwei straffgezogene Spanngurte verwenden. So kann man das Rad mitsamt Lenkertasche, Satteltaschen und dem Karton bis zum Bahnhof fahren und zwischendurch auch gut schieben.
Bei der Nutzung von Zügen des Fernverkehrs muss ein Fahrradstellplatz reserviert und eine Fahrradkarte gekauft werden. Das gilt auch für eine Rail&Fly Fahrkarte. In ICEs ist die Mitnahme eines unverpackten Rades nicht gestattet.
2. Verpacktes Rad per Bahn
Ein im Karton verpacktes Rad bringt man am besten mit einem Großraumtaxi zum Bahnhof; ein normales Kombitaxi ist oft nicht groß genug. Wenn das Rad verpackt ist, ist normalerweise auch die Mitnahme im ICE möglich, denn so ist es kein Rad mehr, sondern nur noch ein sperriges Gepäckstück. Am besten man stellt den Karton nach ganz vorne oder ganz hinten, so dass keine Personen behindert werden, die durch den Zug laufen. Bei Abflug in Frankfurt/ Main am besten eine Verbindung direkt zum Bahnhof Frankfurt Flughafen suchen, denn am Hauptbahnhof gibt es keine Gepäckkarren!!
3. Verpacktes Rad vom DB Kurierdienst abholen lassen und bei der Gepäckaufbewahrung am Flughafen abholen.
Für die bequemste Variante braucht man eine DB Bahnfahrkarte. Dann kann man den DB Bahngepäck Kurierdienst beauftragen, der vom Hermes Versand durchgeführt wird, das verpackte Rad zuhause abholt und man kann es dann am Gepäckschalter des Flughafens wieder in Empfang nehmen. Oder das Rad von einem Fahrradladen einpacken und dort abholen lassen, dann hat man noch weniger damit zu tun.
Hermes legt sich mit dem Abholen nicht auf eine genaue Zeit fest, sondern gibt nur einen sehr groben Rahmen ('zw. 8 und 16 Uhr'); man muss also entsprechend lange zu Hause bleiben oder man bringt das verpackte Rad vorher an seinen Arbeitsplatz.
Auf den DB Internetseiten heißt es u.a. noch:
Das Kuriergepäck-Ticket ist in allen DB Reisezentren und DB Agenturen erhältlich. Dort gibt es auch detaillierte Informationen zum Kuriergepäckservice, ebenso im Internet unter www.bahn.de/gepaeck. Beim Haus-zu-Haus-Service lässt sich das Kuriergepäck-Ticket auch über das Internet und telefonisch über die Service-Nummer der Bahn unter 01805 - 99 66 33 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk ggf. abweichend) bestellen.
Kuriergepäck-Preise bei Vorab-Buchung
Sondergepäck: jedes Gepäckstück 25,80 Euro
Bis 30 kg und 300 cm Länge; Fahrräder, Ski, Sportgeräte …
Aufpreise je Stück für Zusatzservices:
Flughafenservice: 7,- Euro**
Fahrradverpackung: 5,90 Euro
So schnell ist Ihr Gepäck am Ziel:
Flughäfen Berlin-Tegel, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Leipzig/Halle, München-Erding
3 Werktage* Versandzeit ab Abholtag**
Fahrräder müssen unbedingt sachgerecht verpackt werden. Bei Bedarf können Sie entsprechende Verpackung direkt beim Ticketkauf mitbestellen. Der Hermes-Fahrer bringt die Verpackung am Abholtag mit und kassiert den Betrag vor Ort.
Siehe: www.bahn.de/p/view/angebot/gepaeck/gepaeck.shtml
www.bahn.de/p/view/service/fahrrad/rad_kuriergepaeck.shtml
Gepäckaufbewahrung am Flughafen Frankfurt/M.
Terminal 1:
Bereich B, Ebene 1 (Ankunft)
Öffnungszeiten: täglich, 24 Stunden
Telefon: 069 - 6907 0786
Bereich B - C, Ebene 2 (Abflug)
Öffnungszeiten: täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr
Telefon: 069 - 6907 3277
Terminal 2:
Bereich D, Ebene 2 (Ankunft)
Öffnungszeiten: täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr
Telefon: 069 - 6907 2860
(c) Afrika-erleben, Juli 2010


