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FAHRRADTOUREN IN AFRIKA
ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR REISE UND ZUR REISEVORBEREITUNG [ausführliche weitere Unterlagen zur Reisevorbereitung bekommen alle Teilnehmer(innen) nach der Anmeldung zugeschickt]
Visum: für Senegal und Gambia nicht notwendig; aber Reisepass mitnehmen und der muss über das Rückreisedatum hinaus noch 6 Monate gültig sein. Gambia Visa erforderlich für Österreicher, Franzosen, Schweizer und andere; ist auch an der Senegal-Gambia Grenze erhältlich. Visum erforderlich für Madagaskar, Äthiopien, Burkina Faso, und Tansania. Antrag ist im Internet erhältlich bzw. wird mit den Reiseinfos zugeschickt.
Fahrrad im Flugzeug: Am Flughafen geben wir Rad und eine Satteltasche als Reisegepäck auf, die zweite Satteltasche (inkl. Lenkertasche) als Handgepäck. Es ist notwendig den Lenker querzustellen, die Pedalen abzuschrauben und etwas Luft abzulassen. Das Rad wird komplett in einen Fahrradkarton verpackt (rechtzeitig bei einem Fahrradhändler anfragen), oder mit einer stabilen Abdeckfolie geschützt. Verpackungsmaterial und Winterbekleidung kann im Gastland deponiert werden.
Anforderungen an Rad und Fahrer/in: Eine gute körperliche Kondition ist notwendig, ebenso auch die Erfahrung einer mehrtägigen Radtour mit Gepäck.
Klima: In Westafrika ist es sommerlich warm bis heiß. Temperaturen morgens ca. 25°, mittags über 30° C. Kein Regen, nur leichte Winde, Flachland in Senegal, geringe Steigungen in Burkina Faso. Äthiopien, Madagaskar und Kamerun sind bergig - Afrika für Fortgeschrittene. Bei hochsommerlichen Temperaturen kann es auch mal etwas anstrengend werden. Teilnehmer sollten daher hitzeverträglich und bei guter körperlicher Verfassung sein. Wer nach 40 km Radfahren an seine Leistungsgrenze kommt, sollte erst mal bei anderen Radtouren mitfahren.
Übernachtung: Teamgeist und ein gewisser Komfortverzicht sollten mitgebracht werden. Eine Radtour in Afrika ist was anderes als ein Urlaub im eingezäunten Clubgelände. Wir übernachten immer in festen Räumen, oft in einfachen Unterkünften, Gästehütten von Selbsthilfeprojekten oder in preisgünstigen Hotels. In der Regel gibt es Doppelzimmer mit einem französischen Doppelbett. Manchmal müssen wir sehen, wie wir uns auf 2-3 Gästehütten aufteilen. Selten besteht die Dusche auch aus einem Wasserbottich, aus dem man sich mit einem Becher das Wasser über den Kopf kippt; Toiletten sind gelegentlich wie in Frankreich, also zum Hocken.
Was muss ich alles mitnehmen ? Eine Liste mit Vorschlägen verschicken wir mit den Reiseunterlagen. Hier schon mal zwei Quellen im Internet: Die ADFC-Checkliste für den Fahrradurlaub und die Ausrüstungsliste von Ingo Harrachs Bike Site.
Reiseverlauf und Organisation der Reise: Der Reiseverlauf stellt einen Tourenvorschlag, basierend auf den Erfahrungen der letzten Touren dar. Mit der Anmeldebestätigung gibt es ausführliche Unterlagen. Bei jeder Tour können neue Streckenabschnitte oder Unterkünfte ausprobiert werden. Ebenso können -nach gemeinsamer Absprache- zusätzliche Pausentage eingelegt oder vorgesehene Pausen verkürzt werden. Änderungen im geplanten Reiseverlauf sind auch möglich, wenn es Verzögerungen gibt, wenn wir gemeinsam etwas anderes beschließen oder wenn es die Sicherheitslage nicht erlaubt.
Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen): Ein 'normales' Frühstück besteht (nach französischem Vorbild) aus Nescafé und einem Stück Baguette. Fast in allen Orten kann man auch Obst kaufen. Bei einigen Unterkünften wird das Abendessen in Absprache mit der Gruppe vorbestellt.
Sprache: Amtssprache ist französisch (bzw. englisch in Gambia und Äthiopien). Sie sollten auch versuchen, ein paar Worte und Sätze der einheimischen Sprache zu lernen. Das ist nicht schwer! Und wer seine neu erworbenen Sprachkenntnisse anwendet, wird bei den Leuten auf begeisterte Zustimmung stoßen.
Geld + Gruppenkasse: Nur Euro Bargeld mitnehmen. Es ist zweckmäßig, wenn wir für die Dauer unserer Reise für die gemeinsamen Ausgaben eine Gruppenkasse anlegen.
Gesundheit/ Medikamente/ Malariaprophylaxe: Für Senegal und Gambia sind keine Impfungen vorgeschrieben. Französische Medikamente sind in den Städten gut zu bekommen. Sinnvoll ist eine Gelbfieberschutzimpfung (die hält 10 Jahre, ist vorgeschrieben für Burkina Faso, Äthiopien, Madagaskar und Kamerun) und eine Malariaprophylaxe. Früher wurde hier eine Kombination von Resochin und Paludrin empfohlen, heute empfiehlt die WHO meist Doxycylin, Malarone oder Lariam. Wer Lariam nimmt sollte wegen möglicher Nebenwirkungen schon zuhause beginnen und die Verträglichkeit gut beobachten (lassen! Eine homöopathische Malariaprophylaxe darf ein Reiseveranstalter nicht empfehlen. Ausführliche Infos über Malariaprophylaxe unter http://dtg.org/7.html Die teuren Medikamente Lariam und Malarone gibt es im Ausland oft billiger als in Deutschland. Dabei scheint ein Einkauf in der Schweiz (Mephaquin = Lariam Generika) oder über eine holländische Internetapotheke am günstigsten zu sein.
Kranken- und andere Versicherungen: Eine Auslandsreise-Krankenversicherung gibt es ab ca. 7,50 Euro pro Jahr. Günstig sind R&V oder DEVK. Eine Reise-Rücktrittskostenversicherung ist sinnvoll, um sich wegen einer plötzlichen Erkrankung gegen die Storno-Gebühren bei vorzeitigem Rücktritt abzusichern. Afrika-erleben vermittelt die Reiseversicherungen der Hanse-Merkur.
Gruppenreisen Es gibt Erlebnisse, die man nur in der Gruppe haben kann. Wer mit einer Gruppe verreist, sollte auch ein Auge für die Situation der anderen haben. D.h. nicht wegschauen, sondern hilfsbereit sein, wenn andere ein Problem haben und ggf. auch mal teilen bzw. etwas abgeben. Die Suche nach Harmonie und einer alle zufrieden stellenden Lösung steht bei Meinungsunterschieden im Vordergrund. Dickköpfiges Eigeninteresse ist bei einer Gruppenreise nicht gefragt. Manche Entscheidungen werden in der Gruppe getroffen, da nicht alles vorher festgelegt werden kann.
Die Gruppe/ wer sind die anderen Teilnehmer? Von der 26 jährigen Studentin bis zum 68 jährigen Rentner - alle Teilnehmerkreise sind dabei. Die meisten sind wahrscheinlich zwischen 40 und 45 Jahre alt. Das Alter der Teilnehmer ist für die Stimmung in der Gruppe völlig unerheblich. Wichtiger ist die soziale Kompetenz, d.h. die Bereitschaft, sich nicht nur um sich selbst zu kümmern, sondern auch das Wohlergehen der anderen mit im Blick zu haben. Die Teilnehmerzahl beträgt meist zwischen 5 und 12.
Perfektion ist nicht möglich Präzise Zeitangaben sind unüblich. Natürlich können wir bei einer Unterkunft bestellen, dass wir am nächsten Morgen um 7:00 Uhr frühstücken wollen. Aber wann ist 7:00 Uhr? Dem drängelnden Weißen wird ungern eine abschlägige Auskunft gegeben. Lieber sagt man das, wovon man meint, dass es der andere gerne hören möchte.
Einen problemlosen Komforturlaub können wir nicht bieten. Es kann vorkommen, dass vor Ort etwas anderes organisiert wurde als wir gemeint hatten. Dann gilt es zu improvisieren. Bisher konnten unsere ReiseleiterInnen die buntesten Sachen erleben und meistern und wir denken, es bleibt dabei.
Reisen in arme Länder der "Dritten Welt" Die Reise führt in einen anderen Kulturkreis, in eine "fremde Welt". Eine fremde Kultur zu verstehen wird in der Kürze der Reise nicht möglich sein. Aber wir wollen zum Verständnis für das Fremde und für den Respekt vor dem Fremden beitragen. Dazu gehört die Bereitschaft, das Unverstandene zu tolerieren, in seiner Eigenart existieren zu lassen, es nicht als bedrohlich zu empfinden und die Lebensweise anderer nicht zu (zer)stören.
Wer nicht mitfahren sollte Bitte schätzen sie sich und Ihre Kondition richtig ein, seien sie sich darüber klar, an welcher Art von Reise sie teilnehmen wollen. Und melden sie sich nicht an, wenn
Buchungsablauf und Anmeldung Eine Anmeldung (bis 3 ½ Monate vor Abflug) ist per Post, Telefon oder Email möglich. Fragen Sie am besten kurz vorher, ob auf der Reise noch Plätze frei sind. Ggf. können so auch direkt Fragen zur Anreise zum gewünschten Abflughafen oder zu einer eventuellen Verlängerung geklärt werden. Einige Tage nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie von uns die schriftliche Bestätigung, aus der nochmals alle relevanten Daten der Reise hervorgehen.
Im Reisepreis nicht inbegriffen: - evtl. Visagebühren
Anreise zum Flughafen, eigene Anreise, Verlängerung des Urlaubs... Unsere Reisen sind ab Flughafen Berlin (manchmal auch Frankfurt) ausgeschrieben. Sofern möglich, organisieren wir ihnen gerne auch den Abflug von einer anderen Stadt aus. Bei SN kommen Hamburg und München, evtl. auch Zürich oder Wien in Frage. Bei AF ist die Auswahl noch größer. Voraussetzung ist aber immer, dass bei den jeweiligen Zubringerflügen in der entsprechenden Buchungsklasse noch Plätze frei sind. Wenn sie die Anreise in ihr Urlaubsland selbst organisieren (oder schon da sind), dann mindern wir selbstverständlich den Reisepreis in Höhe der Flugkosten. Sollten sie Interesse an einer Verlängerung haben, teilen sie uns das bitte frühzeitig mit. Meist ist es möglich, auch einen späteren Rückflug zu buchen. Bei Gruppenbuchungen ist eine Änderung der Flugdaten nach dem Ausdrucken der Flugtickets nicht möglich. Die Black List der EU, d.h. eine Übersicht der Fluggesellschaften die in Europa nicht starten/landen dürfen, finden Sie unter http://air-ban.europa.eu. Und eine Broschüre der EU-Kommission über die Fluggastrechte unter http://ec.europa.eu/transport/passengers/air/air_en.htm |
